Tensegrales Pferdetraining

"Wie bitte, was?"

Eine häufige und berechtigte Antwort, wenn man vom Tensegralen Trainings-Konzept erzählt. Denn was ist das denn nun schon wieder?

Das Tensegrale Training beschreibt ein reitweisenunabhängiges Konzept zur Gesunderhaltung des Pferdes. Es lässt sich vom Boden, sowie aus dem Sattel aus anwenden und bedient sich anatomischer und biomechanischer Grundlagen.

Diese ganzheitliche Trainingsmethode zielt konkret darauf ab, Schmerz- und Kompensationsmuster von Pferd (und Mensch) aufzulösen, indem man die anatomischen Strukturen des Körpers in Einklang bringt.



Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung

Veränderungen der Pferdewelt

Weshalb braucht es das Tensegrale Training?

Das Tensegrale Training ist die Antwort auf eine der größten Veränderungen der Pferdewelt: Das Pferde"material".

Die Zucht der letzten 20-30 Jahre hatte stets die angenehmere Rittigkeit und spektakuläre Bewegungen als Ziel. Dies ist auch sehr erfolgreich geglückt, jedoch mit der Nebenwirkung, dass die Pferde immer beweglicher und instabiler wurden. Damit sind sie auch deutlich anfälliger für Erkrankungen des Bewegungsapparats und der Fokus beim Reiten verlagert sich von: "Wie kriege ich Biegung in das Pferd" zu "Wie kriege ich das Pferd wieder geradeaus (aus den Biegungen heraus)."


Ein neuartiges Problem, was erst besteht, seit dem es so hochbewegliche Pferde gibt. Die typischen Reitlehrersprüche: "Vorne Festhalten, hinten Treiben" o.ä. stammen allerdings aus einer Zeit der verhältnismäßig steifen Pferde, wo die Anwendung dieser Dogmen mitunter Zielführend gewesen sein mag, auf unsere heutigen Pferde angewandt, aber mehr Schlecht als Recht funktioniert und im Zweifel mehr Schaden anrichtet, als zielführend, gar gesunderhaltend wirkt.


Hier setzt das Tensegrale Konzept an, indem es feste Dogmen, dies oder jenes ist immer gut oder schlecht, gänzlich über Bord wirft und jedes Pferd als Individuum betrachtet. Am Ende keine weltbewegende Neuerfindung, denn auch die alten Reitmeister wie z.Bsp. Steinbrecht hatten schon vergleichbare Ansätze und Konzepte. So vereint das tensegrale Training neue Probleme & altes (fast vergessenes) Wissen.

Aufgearbeitet und ergänzt durch die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse ergibt sich ein, mit der Zeit gehendes, Konzept, was Pferde und ihre Halter aus verschleißenden = krankmachenden Bewegungsmustern herausholt oder von vornherein davor schützt.

So können ewige Krankengeschichten beendet werden und neuen Verletzungen kann nachhaltig vorgebeugt werden.


Und herzlichen Glückwunsch, damit beschreiben wir genau das, was Gesunderhaltung schon immer bedeutet. So wild ist es dann gar nicht.


Da die Dressur ursprünglich ja genau das sein sollte: Für das Pferd & gesunderhaltend, sind wir wieder am Ursprung aller Überlegungen :)


Warum jetzt so viele heutige Dressurpferde Fesselträgerschäden o.ä. Erkrankungen im Lebenslauf vorweisen, lasse ich dem Leser hier zur eigenen Schlussfolgerung offen.

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